01 — Ansatz
Interpretation ist die eigentliche Arbeit
In fast 20 Jahren Performance Marketing haben wir hunderte Reports gesehen, die niemand gelesen hat: 40 Folien, 200 Zahlen, null Entscheidungen. Unser Reporting dreht das um. Wenige Kennzahlen, die mit euren Geschäftszielen verbunden sind, und zu jeder Abweichung eine Einordnung und ein Vorschlag. Der Report ist bei uns kein Dokument, sondern der Anfang eines Gesprächs darüber, was als Nächstes passiert.
Wichtige Abgrenzung: Diese Seite beschreibt, wie wir Zahlen interpretieren und in Entscheidungen übersetzen. Den technischen Unterbau, also Datenanbindung und den Bau der Dashboards selbst, beschreibt unsere Seite zu Dashboards im Tracking-Stack.
02 — Aktuell
Was sich beim Reporting gerade ändert
Der Markt vollzieht 2026 nach, was wir seit Jahren predigen: weg vom ROAS als Leitwährung, hin zum Deckungsbeitrag. Bei steigenden Klickpreisen ist die Fähigkeit, Contribution Margin sauber zu messen und zu steuern, der eigentliche Wettbewerbsvorteil, nicht das schnellste Budget.
Zweite Entwicklung: Das Misstrauen gegenüber Plattform-Zahlen wird messbar. Branchenanalysen zeigen, dass die in den Werbekonten gemeldeten Conversions die Realität oft um 15 bis 20 Prozent überzeichnen, vor allem durch Doppelzählungen zwischen den Kanälen. Wer Google-Zahlen und Meta-Zahlen einfach addiert, feiert Umsätze, die es nur einmal gab. Ein Report muss diese Lücke benennen, statt sie zu verstecken.
03 — Routine
Der Wochen-Rhythmus: lief es, warum, was ändern wir
Einmal pro Woche gibt es eine Sicht, die in fünf Minuten gelesen ist und mit einer Entscheidungsliste endet. Lief es: Ampel pro Kanal gegen Plan. Warum: die zwei, drei Treiber hinter der Abweichung, etwa ein Creative, das ermüdet, ein CPM-Sprung, ein Lagerbestand. Was ändern wir: konkrete Maßnahmen mit Verantwortlichem und Frist. Nächste Woche wird geprüft, ob die Maßnahme gewirkt hat. Dieser Kreislauf, nicht das Dokument, ist das Produkt.
Ein Report ist erst dann fertig, wenn er eine Zeile enthält, die mit „deshalb machen wir jetzt" beginnt.
04 — Maßstab
Contribution Margin als Berichtsebene
Wie wir die Ebenen C1 bis C3 definieren, steht auf der Performance-Übersicht. Im Reporting geht es darum, sie konsequent zu benutzen: Jede Budget-Empfehlung wird auf der Ebene begründet, die für euer Geschäft zählt, meist C3. Eine Kampagne kann auf ROAS-Ebene glänzen und auf C3 rot sein, etwa wegen Retouren oder Rabatten. Genau solche Fälle macht der Report sichtbar, damit Budget dorthin wandert, wo am Monatsende Geld übrig bleibt. Die Zahlen dafür entstehen gemeinsam mit eurem Controlling, in einem Rhythmus, den beide Seiten halten können.
05 — Routine
Quartals-Reviews mit Strategie-Output
Wochen-Reviews steuern Taktik, Quartals-Reviews steuern Richtung. Alle drei Monate schauen wir auf die großen Fragen: Stimmt der Kanal-Mix noch? Trägt die Funnel-Struktur, oder ist eine Ebene ausgeblutet? Welche Zielgruppen und Angebote haben überrascht, positiv wie negativ? Das Ergebnis ist kein Rückblick, sondern ein Plan fürs nächste Quartal: Was wird skaliert, was wird getestet, was wird beerdigt. Beerdigen gehört dazu, sonst wächst das Konto zu.
06 — Routine
Alerts, wenn Zahlen kippen
Manche Probleme dürfen nicht auf den Wochen-Report warten: Conversion-Tracking fällt aus, ein CPA verdoppelt sich, ein Budget läuft heiß, ein Feed bricht. Dafür definieren wir Schwellenwerte pro Konto und lassen uns und euch automatisch benachrichtigen, sobald eine Zahl kippt. Wichtig ist die Dosierung: Ein Alert, der täglich feuert, ist Rauschen. Wir kalibrieren die Schwellen so, dass eine Meldung eine Reaktion bedeutet, und jede Meldung endet mit einer Einschätzung, ob gehandelt werden muss oder beobachtet wird.
07 — Adressaten
Reports für die Geschäftsführung, nicht nur für PPC-Manager
Ein Report, den nur die Person versteht, die die Kampagnen schaltet, verfehlt seinen Zweck. Wir bauen zwei Flughöhen: eine operative Sicht für das Kampagnen-Team, etwa mit Details zu Google Ads und den anderen Kanälen, und eine Management-Sicht, die in Umsatz, Deckungsbeitrag und Prognose spricht statt in CTR und Frequency. Die Geschäftsführung soll aus dem Report Budget-Entscheidungen ableiten können, ohne vorher ein Glossar zu lesen.
Wenn euer aktuelles Reporting eher Theater als Werkzeug ist: Wir schauen im kostenlosen Erstgespräch auf eure jetzigen Reports und sagen ehrlich, was fehlt, meldet euch kurz.
Löst euer Reporting Entscheidungen aus?
Schreib uns, wie ihr heute berichtet, an wen und in welchem Rhythmus. Wir sagen ehrlich, wo Zahlen fehlen, wo zu viele stehen und was ein Entscheidungs-Report für euch enthalten müsste. Erstgespräch unverbindlich, 30 Minuten.