01 — Grundlage
Der UET-Tag: Microsofts eigene Messung
Microsoft Ads misst Conversions über den UET-Tag (Universal Event Tracking). Er ist unabhängig von GA4 und vom Google-Tag: Was Google misst, sieht Microsoft nicht, und umgekehrt. Ein Tag pro Konto reicht meist, darauf bauen die Conversion-Ziele auf, vom Seitenaufruf der Danke-Seite bis zum Ereignis mit Umsatzwert. Nach dem Klick hängt Microsoft die Klick-Kennung msclkid an die URL. Gehen Weiterleitungen oder Formular-Tools damit nachlässig um, reißt die Zuordnung ab.
Viele Konten entstehen per Import aus Google Ads und übernehmen dabei auch die Conversion-Ziele. Die Ziele sind dann zwar angelegt, ein funktionierender UET-Tag auf der Website ist damit aber nicht automatisch eingerichtet. Genau hier finden wir in Audits die meisten Lücken. Wie wir den Kanal selbst aufbauen, steht auf der Seite zu Microsoft Ads.
02 — Pflicht
UET Consent Mode: seit Mai 2025 verlangt
Seit dem 5. Mai 2025 verlangt Microsoft für Besucher aus der EU, dem EWR, Großbritannien und der Schweiz ein gültiges Consent-Signal am UET-Tag. Fehlt es, gehen Conversions und Remarketing-Listen für diese Nutzer verloren. Gesteuert wird über einen einzigen Wert, ad_storage: Der Default wird mit uetq.push('consent', 'default', …) vor dem Laden gesetzt, die Entscheidung im Banner folgt per update. Steht denied, liest und schreibt UET keine eigenen Cookies.
Zwei Fallen sehen wir regelmäßig. Erstens: Setzt niemand einen Default, behandelt UET den Besucher als einverstanden. Zweitens: Google Consent Mode und UET Consent Mode sind getrennte Mechanismen. Ein Banner, das nur Google bedient, lässt den UET-Tag ohne Signal zurück. Wir prüfen, ob euer Consent-Tool Microsoft unterstützt, und verdrahten Default und Update im Tag Manager. Die Grundlagen beschreibt die Seite zum Consent Mode.
03 — Disziplin
Conversion-Ziele und Enhanced Conversions
Wir legen Ziele als Ereignisse an und nicht über URL-Regeln, wo immer es geht, mit Umsatzwert und Transaktions-ID. URL-Ziele zählen jeden Reload einer Danke-Seite, Ereignisse lassen sich sauber kontrollieren. Was Performance Max optimieren soll, markieren wir als primär, alles andere läuft nur zur Beobachtung mit.
Mit Enhanced Conversions schickt der UET-Tag zusätzlich gehashte E-Mail-Adresse oder Telefonnummer mit, normalisiert und per SHA-256 verschlüsselt. Microsoft kann so mehr Conversions einem Klick zuordnen, auch wenn Cookies fehlen. Die Daten fließen nur mit Einwilligung, und Microsoft gehört als eigener Anbieter ins Banner und in die Datenschutzerklärung.
04 — Disziplin
Offline-Conversions aus dem CRM
Im B2B entsteht der Wert erst nach dem Formular: im Erstgespräch, im Angebot, im unterschriebenen Vertrag. Damit Microsoft auf diese Abschlüsse optimiert, speichern wir die msclkid beim Lead im CRM und melden später zurück, welcher Kontakt zum Auftrag wurde, mit Datum und Wert. Für Kontakte ohne Klick-Kennung lassen sich Offline-Conversions über gehashte Kundendaten zuordnen.
Der Upload läuft per Datei, per Schnittstelle oder automatisiert aus dem CRM. Wie dieselbe Datenbasis Google, Meta und LinkedIn bedient, beschreibt die Seite zu den Conversion APIs.
05 — Stand 2026
Conversions API: serverseitig, noch als Pilot
Microsoft hat 2026 eine Conversions API dokumentiert, mit der Ereignisse vom Server statt aus dem Browser kommen, unabhängig von Adblockern und Browser-Schutz. Stand Oktober 2026 ist sie ein Pilot: Freigeschaltet wird pro Konto über die Microsoft-Betreuung oder den Support. Die wichtigsten Regeln aus der Dokumentation:
- Browser-Tag und API laufen parallel. Mit derselben
eventIdauf beiden Wegen zählt Microsoft das Ereignis einmal. - Jedes Ereignis braucht mindestens ein Merkmal zur Zuordnung, etwa die
msclkidoder gehashte E-Mail und Telefonnummer. - Der Consent-Status wird pro Ereignis mitgeschickt. Fehlt er, gilt das Ereignis als freigegeben, deshalb muss er sauber aus dem Banner durchgereicht werden.
- Ereignisse, die älter als sieben Tage sind, nimmt die API nicht an. Ältere Abschlüsse gehen über den Offline-Import.
- Für Remarketing bleibt ein kleiner Abgleich im Browser nötig, die API ersetzt den Tag also nicht.
Unsere Einordnung: Wer auf einen eigenen Tagging-Server setzt, wie im Server-Side Tracking beschrieben, kann die API anbinden, sobald das Konto freigeschaltet ist. Bis dahin holen UET-Tag, Consent Mode und Offline-Import den größten Teil heraus.
06 — Ehrlich
Warum wir keine One-Click-Integrationen einsetzen
Für Shopify, WooCommerce und viele Baukästen gibt es Microsoft-Apps, die den UET-Tag per Klick einbauen. Für einen ersten Test ist das bequem. Die Apps entscheiden aber selbst, welche Ereignisse mit welchen Daten fließen, ignorieren nicht selten das Consent-Banner und laufen dann neben einem Tag im Tag Manager, sodass jede Bestellung doppelt zählt. Wir bauen UET im Tag Manager auf, an die Einwilligung gekoppelt und mit denselben Ereignissen, die auch Google und Meta bekommen.
Ob auf einer Seite bereits ein UET-Tag läuft und ob ein Consent-Default gesetzt ist, zeigt unser kostenloser Tracking-Audit in wenigen Sekunden.
Ein importiertes Conversion-Ziel ist noch kein Tracking.
07 — Angebot
Kostenloses Microsoft-Ads-Tracking-Audit
Bevor wir etwas umbauen, schauen wir uns an, was da ist. Das Audit ist kostenlos und unverbindlich. Wir prüfen:
- ob der UET-Tag auf allen relevanten Seiten lädt und Ereignisse ankommen,
- ob UET Consent Mode mit Default und Update eingerichtet ist und zum Banner passt,
- welche Conversion-Ziele zählen, ob sie doppelt zählen und welche primär optimieren,
- ob die
msclkidWeiterleitungen und Formulare übersteht und im CRM landet, - ob Enhanced Conversions und Offline-Import für euch sinnvoll sind,
- ob sich die Conversions API für euer Setup lohnt, sobald sie verfügbar ist.
Ihr bekommt eine kurze Liste der Baustellen, nach Wirkung sortiert und mit Aufwandsschätzung. Wir vermessen Werbekanäle seit 2006 und sagen es offen, wenn euer Setup schon passt.
08 — Kurz gefragt
Häufige Fragen
Was ist der UET-Tag?
Das Tracking-Tag von Microsoft Advertising für Conversions und Remarketing, unabhängig von GA4 und dem Google-Tag.
Ist UET Consent Mode Pflicht?
Für Besucher aus EU, EWR, Großbritannien und Schweiz seit dem 5. Mai 2025. Ohne Default gilt der Besucher als einverstanden.
Reicht Google Consent Mode?
Nein. Das Consent-Tool muss UET eigens bedienen.
Gibt es eine Conversions API?
Ja, als Pilot mit Freischaltung pro Konto. Sie ergänzt den UET-Tag und ersetzt ihn nicht.
Was kostet das Audit?
Nichts. Ihr bekommt eine priorisierte Liste und entscheidet danach selbst.
Misst euer UET-Tag, was er soll?
Schreibt uns, wie Microsoft Ads bei euch heute eingebunden ist und welches Consent-Tool ihr nutzt. Wir melden uns mit einem Termin für das kostenlose Audit.